Schmierfette & Schmiermittel

Entdecken Sie die Welt der Schmierfette & Schmiermittel: Präzision für jede Anwendung

Willkommen in unserer umfassenden Kategorie für Schmierfette & Schmiermittel, Ihrem zentralen Anlaufpunkt für hochwertige Produkte, die die Leistungsfähigkeit und Langlebigkeit Ihrer Maschinen und Anlagen optimieren. Egal ob Sie ein Experte im Maschinenbau, ein ambitionierter Heimwerker oder ein Profi in der Wartung sind, unser Sortiment deckt ein breites Spektrum an Anforderungen ab. Von hochbelastbaren Schmierfetten für industrielle Anwendungen über spezielle Korrosionsschutzmittel bis hin zu vielseitigen Sprühölen finden Sie hier die exakt passende Lösung, um Reibung zu minimieren, Verschleiß zu reduzieren und die Effizienz zu steigern. Wir haben unsere Auswahl sorgfältig getroffen, um Experten und Einsteigern gleichermaßen gerecht zu werden und eine optimale Schmierung für jede erdenkliche Betriebssituation zu gewährleisten.

Auswahlkriterien für Schmierfette & Schmiermittel: Worauf Sie achten müssen

Die Wahl des richtigen Schmierfetts oder Schmiermittels ist entscheidend für die Performance und Lebensdauer Ihrer Komponenten. Achten Sie auf folgende Kernkriterien, um eine fundierte Entscheidung zu treffen:

  • Viskosität: Dies beschreibt den Fließwiderstand eines Fluids. Für Hochgeschwindigkeitsanwendungen sind niedrigviskose Öle ideal, während für langsame oder stark belastete Anwendungen hochviskose Fette oder Öle erforderlich sind.
  • Temperaturbeständigkeit: Die Einsatztemperatur ist ein kritischer Faktor. Achten Sie auf den spezifizierten Einsatzbereich (Tieftemperatur und Hochtemperatur), um sicherzustellen, dass das Schmiermittel auch unter extremen Bedingungen seine Eigenschaften behält.
  • Lastaufnahmevermögen: Für Anwendungen mit hohen Drücken und Stoßbelastungen sind Schmierstoffe mit EP-Zusätzen (Extremdruck) unerlässlich. Diese verhindern das direkte Aufeinandertreffen der Metalloberflächen.
  • Wasserbeständigkeit und Korrosionsschutz: In feuchten Umgebungen oder bei Kontakt mit Wasser ist ein Schmierstoff mit guter Wasserbeständigkeit und effektivem Korrosionsschutz entscheidend, um Rost und Degradation zu verhindern.
  • Verträglichkeit mit Dichtungen und Materialien: Nicht jedes Schmiermittel ist mit allen Kunststoffen und Elastomeren kompatibel. Eine falsche Wahl kann zu Materialschäden führen.
  • Zulassungen und Normen: Achten Sie auf relevante Industrienormen wie DIN-Normen (z.B. DIN 51825 für Fette) oder spezifische Freigaben von Fahrzeugherstellern (OEM-Freigaben), um die Kompatibilität und Leistung zu gewährleisten.
  • Umweltverträglichkeit: In sensiblen Bereichen sind biologisch abbaubare Schmierstoffe (z.B. nach EU Ecolabel oder DIN EN 14224) eine wichtige Option, um Umweltschäden zu minimieren.
  • Anwendungsspezifische Eigenschaften: Benötigen Sie ein Schmiermittel, das gut haftet, schmutzabweisend ist, keine Rückstände hinterlässt oder für spezielle chemische Umgebungen geeignet ist?

Branchenstandards und Klassifizierungen: Ein Überblick

Die Vielfalt an Schmierfetten und Schmiermitteln spiegelt sich auch in ihren Klassifizierungen wider. Diese Klassifizierungen helfen, die Eignung für spezifische Einsatzzwecke zu identifizieren. Hier ist ein Überblick über gängige Klassifizierungssysteme und Begriffe:

Kriterium/KlassifizierungBeschreibungRelevanz für AnwenderBeispiele / Normen
NLGI-Klasse (National Lubricating Grease Institute)Klassifiziert die Konsistenz von Schmierfetten basierend auf ihrer Steifheit (000 bis 6). Eine höhere Zahl bedeutet eine festere Konsistenz.Bestimmt, wie gut das Fett an Ort und Stelle bleibt und wie es sich unter Druck verhält.NLGI 000, NLGI 1, NLGI 2 (häufig für Lager), NLGI 3 (höhere Steifigkeit)
BasisölDas Grundöl, aus dem das Schmierfett oder Öl besteht. Mineralöle sind am gebräuchlichsten, aber synthetische Öle (PAO, Ester, Silikone) bieten oft überlegene Eigenschaften.Beeinflusst die Temperaturbeständigkeit, Viskosität und Verträglichkeit mit anderen Materialien.Mineralöl (Gruppe I-III), Synthetische Öle (Gruppe IV: PAO, Gruppe V: Ester, Silikone, Polyglykole)
Verdicker-TypKomponente im Schmierfett, die das Basisöl bindet und ihm seine Konsistenz verleiht. Gängige Verdicker sind Lithium, Calcium, Natrium, Aluminium, Polyharnstoff und Bentonit (mineralisch).Beeinflusst die Wasserbeständigkeit, Temperaturbeständigkeit und chemische Stabilität des Fetts.Lithium-Komplex, Calcium-Sulfonat-Komplex, Polyharnstoff, Bentonit
EP-Zusätze (Extremdruck-Additive)Chemische Verbindungen, die bei hohem Druck und hoher Temperatur eine schützende Schicht auf den Metalloberflächen bilden und so Verschleiß verhindern.Unerlässlich für Anwendungen mit hohen Belastungen, wie z.B. Getriebe, Wälzlager unter Stoßbelastung.Schwefel-Phosphor-Verbindungen, MoS2 (Molybdändisulfid)
Korrosionsschutz-AdditiveSubstanzen, die Metalloberflächen vor Rost und Korrosion schützen, insbesondere in Anwesenheit von Feuchtigkeit oder aggressiven Medien.Wichtig für Maschinen in feuchten Umgebungen, im Freien oder in korrosiven Industriezweigen.Rostschutzpigmente, Amine, Carboxylate
ReibungsmodifikatorenAdditive, die die Reibung zwischen beweglichen Oberflächen gezielt reduzieren, oft zur Energieeinsparung oder Geräuschdämpfung eingesetzt.Relevant für energieeffiziente Systeme oder Anwendungen, bei denen Geräuschentwicklung minimiert werden soll.Organische Molybdän-Komplexe, Teflon (PTFE)
OxidationsinhibitorenVerhindern die chemische Zersetzung des Basisöls durch Luftsauerstoff, was die Lebensdauer des Schmierstoffs verlängert.Verbessert die Alterungsbeständigkeit des Schmierstoffs und die Wartungsintervalle.Phenole, Amine
Reinheitsanforderungen (z.B. für Lebensmittelindustrie)Spezielle Anforderungen an die Zusammensetzung und Kennzeichnung, um eine sichere Anwendung in der Lebensmittelverarbeitung zu gewährleisten.Zwingend erforderlich für Schmierstoffe, die indirekt oder direkt mit Lebensmitteln in Kontakt kommen können.NSF H1 (zufälliger Lebensmittelkontakt), NSF H2 (kein Lebensmittelkontakt)

Spezialschmierstoffe: Maßgeschneiderte Lösungen für anspruchsvolle Umgebungen

Neben den Standardprodukten bieten wir eine Reihe von Spezialschmierstoffen, die für besonders herausfordernde Bedingungen konzipiert sind. Diese Produkte zeichnen sich durch einzigartige Eigenschaften aus und sind oft das Ergebnis intensiver Forschung und Entwicklung.

  • Hochtemperaturfette: Entwickelt für den Einsatz bei extremen Temperaturen, z.B. in der Stahlindustrie, Gießereien oder für bestimmte Motorkomponenten. Sie basieren oft auf synthetischen Basisölen und speziellen Verdickern wie Polyharnstoff oder Silikon.
  • Tiefkaltfette: Speziell formuliert für den Einsatz bei sehr niedrigen Temperaturen, z.B. in der Kältetechnik, der Luft- und Raumfahrt oder bei speziellen Kühlprozessen. Sie behalten auch bei Frost ihre Fließeigenschaften.
  • Lebensmittelverträgliche Schmierstoffe (NSF H1): Unverzichtbar in der Lebensmittel-, Pharma- und Kosmetikindustrie. Diese Schmierstoffe sind so formuliert, dass sie bei unbeabsichtigtem, geringem Kontakt mit Lebensmitteln keine gesundheitlichen Risiken darstellen.
  • Biologisch abbaubare Schmierstoffe: Eine umweltfreundliche Alternative für sensible Ökosysteme, wie z.B. in der Forstwirtschaft, der Landwirtschaft oder bei Anwendungen im Wasser. Sie basieren oft auf pflanzlichen Ölen oder synthetischen Estern.
  • Vakuumfette: Spezielle Schmierstoffe, die auch im Hochvakuum kaum ausgasen und für den Einsatz in Vakuumpumpen, Messgeräten oder im Weltraum geeignet sind.
  • Elektrisch leitfähige oder isolierende Fette: Für spezielle Anwendungen in der Elektronik, wo die Leitfähigkeit des Schmierstoffs eine Rolle spielt, z.B. zur Wärmeableitung oder zur Vermeidung elektrostatischer Entladungen.
  • Kettensprays und -öle: Entwickelt für die Schmierung von Antriebsketten in Motorrädern, Fahrrädern oder Industrieanlagen. Sie sind oft haftaktiv und bieten guten Verschleißschutz.

Häufige Fragen zu Schmierfetten & Schmiermittel

Was ist der Unterschied zwischen Schmierfett und Schmieröl?

Der Hauptunterschied liegt in ihrer Konsistenz und Anwendungsweise. Schmieröl ist flüssig und fließt leicht, ideal für Systeme, in denen kontinuierliche Schmierung und Wärmeableitung wichtig sind. Schmierfett ist halbfest und behält seine Form, was es ideal für Anwendungen macht, bei denen es an Ort und Stelle bleiben muss, z.B. in Lagern, oder wo eine Langzeitschmierung ohne Nachschmierung erforderlich ist. Fette bestehen aus einem Basisöl, das durch Verdicker gebunden wird.

Wann sollte ich ein synthetisches Schmiermittel einem mineralölbasierten vorziehen?

Synthetische Schmierstoffe bieten in der Regel eine überlegene Leistung bei extremen Temperaturen (sowohl hoch als auch tief), eine höhere Oxidationsbeständigkeit (längere Lebensdauer) und eine bessere chemische Stabilität. Sie sind oft die bessere Wahl für anspruchsvolle Anwendungen, wo Langlebigkeit, Zuverlässigkeit und Energieeffizienz im Vordergrund stehen. Die höheren Anschaffungskosten amortisieren sich oft durch längere Wartungsintervalle und geringeren Verschleiß.

Was bedeutet die NLGI-Klasse und wie wähle ich die richtige aus?

Die NLGI-Klasse (000 bis 6) beschreibt die Konsistenz (Steifheit) von Schmierfetten. Klasse 000 ist sehr flüssig, während Klasse 6 fest wie ein Stein ist. Für die meisten Anwendungen wie Kugellager oder Rollenlager sind die Klassen NLGI 1, 2 oder 3 am gebräuchlichsten. Die Wahl der richtigen Klasse hängt von der Art des Lagers, der Drehzahl, der Temperatur und der Einbausituation ab. Herstellerangaben oder eine fachkundige Beratung sind hier oft unerlässlich.

Sind alle Schmierfette wasserbeständig?

Nein, nicht alle Schmierfette sind automatisch wasserbeständig. Die Wasserbeständigkeit hängt stark vom Typ des Verdickers und den verwendeten Additiven ab. Lithium-Komplexfette und Calcium-Sulfonat-Komplexfette gelten generell als sehr wasserbeständig und bieten oft auch einen guten Korrosionsschutz. Fett auf Basis von einfachen Lithium-Seifen oder Aluminiumseifen kann Wasser eher auswaschen.

Was sind EP-Additive und wann brauche ich sie?

EP-Additive (Extremdruck-Additive) sind chemische Zusätze, die das Schmiermittel unter extremen Belastungen schützen. Wenn die Schmierstoffschicht zwischen zwei beweglichen Oberflächen durch hohen Druck zu dünn wird, greifen die EP-Additive an und bilden eine Schutzschicht auf der Metalloberfläche, die Fressen und Verschleiß verhindert. Sie sind notwendig für Anwendungen mit hohen dynamischen oder statischen Lasten, Stoßbelastungen und langsamen Drehzahlen.

Worauf muss ich achten, wenn ich ein Schmiermittel in der Lebensmittelindustrie einsetze?

In der Lebensmittelindustrie ist es zwingend erforderlich, nur Schmierstoffe zu verwenden, die entsprechende Zulassungen für den Kontakt mit Lebensmitteln haben. Die wichtigste Zulassung ist die NSF-Registrierung. NSF H1-Schmierstoffe sind für den Fall eines unbeabsichtigten, geringen Kontakts mit Lebensmitteln zugelassen. Für Bereiche ohne Lebensmittelkontakt kann NSF H2-Schmierstoff verwendet werden. Achten Sie stets auf die Kennzeichnung und die Spezifikationen des Produkts.

Wie oft sollte ich Maschinen abschmieren?

Die Häufigkeit des Abschmierens hängt von vielen Faktoren ab: der Art der Maschine, der Art des verwendeten Schmiermittels, der Belastung, der Betriebstemperatur, der Umgebungsfeuchtigkeit und der Drehzahl. Hersteller von Maschinen geben oft spezifische Empfehlungen für Wartungsintervalle. Pauschale Aussagen sind schwierig. Generell gilt: Zu wenig Schmierung führt zu Verschleiß, aber auch zu viel Fett kann problematisch sein und unnötige Reibung erzeugen.